baner
Sie sind hier:   Start Glaube
Der Glaube der Aramäer
Beitragsseiten
Das Christentum ist eine semitische Religion (Teil 1)
Das Christentum ist eine semitische Religion (Teil 2)
Das Christentum ist eine semitische Religion (Teil 3)
Die syrischen Kirchen
Alle Seiten

Die syrischen Kirchen
Das Volk der Aramäer verteilt sich in vielen Kirchen «syrisch-orthodoxer Tradition». Zur Volksgruppe der Aramäer gehören heute folgende Kirchen an:

Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien (Mutter und Ursprung aller östlichen und westlichen Kirchen)
Die Ostsyrisch-Nestorianische (getrennt seit 431/484)
Die Syrisch-Chaldäische Kirche (getrennt seit 16. Jh.)
Die Syrisch-Melkitische Kirche (getrennt seit 6. Jh.)
Die Syrisch-Maronitische Kirche (getrennt seit 1181)
Die Syrisch-Katholische Kirche (getrennt seit 1782/83)

Die Aramäer gründeten in Antiochien (heute Antakya, Türkei) die erste christliche Gemeinde außerhalb Palästinas. Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien, die sich aus dieser urchristlichen Gemeinde entwickelte, ist die erste aller christlichen Kirchen.

Die Apostolische Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien ist die erste Gemeinde, die von aus Jerusalem nach Antiochien geflohenen Juden bzw. Aposteln und Propheten gegründet wurde (Apg. 11:19 ff).

Sie ist zugleich die erste Gemeinde unter dem Begriff Christianoi (Christen) (Apg. 11:26), der zum ersten Mal in der Geschichte auftauchte.
Die Organisatoren dieser Gemeinde waren Barnabas und Paulus. Der rechtmäßige Gründer der antiochenischen Gemeinde bzw. der Syrisch-Orthodoxen Kirche ist der Apostel Simon Kephas, genannt Petrus.

Der gegenwärtige Syrisch-Orthodoxe Patriarch ist Ignatius Zakay I. Iwas, der 122. Nachfolger des Apostels Petrus auf dem apostolischen Stuhl von Antiochien.


Ignatius Zakay I. Iwas

Der Syrisch-Orthodoxe Patriarch trägt den Titel «Ignatius» seit 1293 zur Erinnerung an den Märtyrerbischof und Patriarch Ignatius (Nurono) von Antiochien (+ 107).

Heute sitzt der Patriarch in der syrischen (ehemals die größte aramäische Königreich unter dem Namen; Aram-Damaskus) Stadt Damaskus.

Theologie
Die syrische Theologie leitet ihre Lehre ab von der göttlichen Inspiration, geoffenbart in der Heiligen Schrift, wie sie von den heiligen Vätern ausgelegt wird, und von den Traditionen, die wir von heiligen Aposteln empfangen haben. Sie bejaht die ersten drei großen ökumenischen Konzilien der Christenheit, das Konzil von Nicäa (325 n. Chr.), das Konzil von Konstantinopel (381 n. Chr.) und das Konzil von Ephesus (431 n. Chr.). Ihre Wesensmerkmale sind: Einheit, Heiligkeit, Katholizität und Apostolizität.

Es werden wie in den anderen orthodoxen und katholischen Kirchen die sieben Sakramente anerkannt; sie werden von einem geweihten Priester gespendet.

George M. Lamsa, Ursprung des Neuen Testaments. Übersetzt von Dr. Richard E. Koch 1965.