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Kloster Mor Gabriel - Ein Verfahren zu Ende – zwei verschoben PDF Drucken
Freitag, 22. Mai 2009

Im heutigen Verhandlungstermin wurde im Gemeindegrenzverfahren zugunsten des Klosters Mor Gabriel entschieden. Die alten, bereits seit den 30er-Jahren staatlich dokumentierten Grenzen, wurden nun gerichtlich bestätigt. Die haltlosen Grenzforderungen der Nachbargemeinden wurden abgeschmettert.

Die für den heutigen Tag protokollarisch angekündigte Urteilsverkündung im Waldverfahren ist das Kreisgericht in Midyat jedoch schuldig geblieben. Stattdessen wurde der Prozess ein weiteres Mal verschoben. Neuer Verhandlungstermin ist der 17. Juni 2009.

Der Verhandlungstermin im Verfahren der brachliegenden Flurstücke, sowie das daran gekoppelte Strafverfahren gegen den Stiftungsvorsitzenden des Klosters Kuryakos Ergün, wurden auf den 24. Juni 2009 verlegt.

Damit stehen immer noch drei Prozesse an.

Entscheidendes wurde beim heutigen Prozesstag also nicht gewonnen. Denn schließlich erfuhren staatliche Dokumente, die die Grenzen des Klosters zweifelsfrei belegen, nur eine gerichtliche Bestätigung. Diese Relativierung verdeutlicht sich anhand der weiteren Streitgegenstände und noch anhängigen Verfahren. Denn der drohenden Enteignung von großen Wald- und Flurstücken innerhalb dieser bestätigten Grenzen stehen weiterhin juristische Hintertüren und Tore offen.

Nichtsdestotrotz stellt die gerichtliche Bestätigung der alten Grenzen im Fall Mor Gabriel eine Art Präzedenzentscheidung dar. Die Föderation der Aramäer in Deutschland erwartet daher, dass in allen anderen Grenzstreitigkeiten, in denen aramäische Dörfer verwickelt sind, ebenso entsprechend der alten Grenzen entschieden wird.

Die Föderation der Aramäer in Deutschland betont daher mit Nachdruck, dass dem juristische Kesseltreiben erst dann ein Ende gesetzt ist, sobald alle Verfahren beendet und positiv für das Kloster Mor Gabriel ausgegangen sind. Wir lassen uns durch dieses eine gewonnene Verfahren nicht blenden.

Das enorme Medienecho nach der Demonstration in Köln hat seine Wirkung nicht verfehlt. Es hat uns umso mehr darin bestätigt, dass es richtig ist, seine Forderungen offen und bestimmt zu stellen.

Daniyel Demir, Generalsekretär

Bundesvorstand

Föderation der Aramäer (Suryoye) in Deutschland