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150 Tage nach der Entführung – Kein Lebenszeichen von den Erzbischöfen! PDF Drucken
Mittwoch, 18. September 2013
Heidelberg/Damaskus, 18.09.2013 – Mit dem morgigen Tag sind genau 150 Tage vergangen und noch immer fehlt von den entführten Erzbischöfen Mor Gregorios Yohanna Ibrahim und Boulos Yazigi jedes Lebenszeichen.
 
Bei der brutalen Entführung am 22. April 2013 wurden der syrisch-orthodoxe Metropolit von Aleppo Mor Gregorios Yohanna Ibrahim und sein griechisch-orthodoxer Amtskollege Boulos Yazigi in Syrien nahe der Stadt Aleppo von radikal-islamischen Rebellen verschleppt. Der Vorfall ereignete sich in einer von der oppositionellen Freien Syrischen Armee kontrollierten Region. Der Fahrer und Subdiakon von Bischof Ibrahim Fatha’Allah Kabboud wurde dabei ermordet. Der Bundesverband der Aramäer in Deutschland und das Syrisch-Orthodoxe Patriarchat in Damaskus bestätigen, dass weiterhin keine verlässlichen Hinweise über Identität, Motive oder (Lösegeld-) Forderungen der Täter vorliegen.
 
Sämtliche Bemühungen für eine sofortige Freilassung der Bischöfe blieben bis zum heutigen Tag erfolglos.
 
„Das Schicksal der entführten Bischöfe, die seit 150 Tagen vermisst werden, der Angriff auf das aramäische Maalula und die Vertreibung der Christen durch Rebellen und Dschihadisten haben die Christen in Syrien bis ins Mark getroffen. Sollte die Weltgemeinschaft wie bisher tatenlos zusehen, wie radikale Kräfte die Kontrolle übernehmen und ohne Konsequenzen im Lande wüten, werden die Christen im Kreuzfeuer der Islamisten keine Perspektive in Syrien haben und wie im Irak ihre Heimat verlassen.“,mahnt der Bundesvorsitzende Daniyel Demir eindringlich.
 
Nach dem Gespräch des Bundesvorsitzenden Daniyel Demir am 14.09.2013 mit dem griechisch-orthodoxen Patriarchen von Antiochia und Bruder des entführten Bischofs, Johannes X. Yazigi, in Köln, appellieren sie gemeinsam an die deutsche Bundesregierung und die internationale Staatengemeinschaft, sich weiterhin mit Nachdruck für die unverzügliche Freilassung der entführten Erzbischöfe einzusetzen.