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Außenminister Steinmeier empfängt Patriarch Ignatius Aphrem II PDF Drucken
Donnerstag, 27. November 2014

Bundesverband der Aramäer in Deutschland fordert eine deutliche Ausweitung der Humanitären Hilfe unter Beteiligung der kirchlichen Strukturen vor Ort

Heidelberg/Berlin, 26.11.2014 - Gestern empfing Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier das Oberhaupt der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien, S.H. Ignatius Aphrem II. Karim mit zahlreichen Bischöfen aus Syrien, dem Irak und Deutschland, sowie Vertreter des Bundesverbandes der Aramäer in Deutschland und der Forschungsstelle für Aramäische Studien (Universität Konstanz), zu einem Gespräch ins Auswärtige Amt. 

Bei diesem und weiteren Treffen mit dem Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller, dem Stephanuskreis der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, stand neben der möglichen Perspektive und Rolle der ethnischen und religiösen Minderheiten im Nahen Osten insbesondere die besorgniserregende, humanitäre Situation im Mittelpunkt. 

Außenminister Steinmeier betonte dabei, „dass die Bundesrepublik Deutschland alles tun müsse, um das Erbe des religiösen und kulturellen Pluralismus in der Region zu bewahren und eine sichere Zukunft der bedrohten Minderheiten im Nahen Osten zu gewährleisten. 

Mit Blick auf die humanitäre Hilfe forderte der Vorsitzende des Bundesverbandes der Aramäer in Deutschland, Daniyel Demir, „die bestehenden und gut funktionierenden kirchlichen Strukturen vor Ort viel stärker zu nutzen und ein gemeinsam mit dem Auswärtiges Amt betreutes Hilfsprogramm, welches seit 16 Monaten erfolgreiche Hilfe zur Selbsthilfe in Syrien bietet, insbesondere auf die dramatische Lage im Nordirak auszubauen. Nur so war es möglich, etlichen tausend Familien - Christen wie Muslime - das Überleben zu sichern und wieder Perspektive und Hoffnung zu vermitteln.“ 

In diesem Zusammenhang wurden weitere Treffen und Gespräche auf Arbeitsebene vereinbart.