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Ermordung koptischer Christen durch IS PDF Drucken
Dienstag, 17. Februar 2015

Islamisten wollen Christentum auslöschen
Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat in Libyen 21 koptische Christen enthauptet und das Hinrichtungsvideo im Internet veröffentlicht. Im Namen der Aramäischen Gemeinschaft, die mit den Kopten in Glaube und Kirche eng miteinander verbunden sind, verurteilt der Bundesverband der Aramäer in Deutschland dieses abscheuliche Verbrechen auf das Schärfste.

Mit Entsetzen erklärt der Bundesvorsitzende Daniyel Demir: „Diese 21 jungen Männer wurden brutal hingerichtet, weil sie Christen sind. Der koptischen Gemeinschaft, die durch diese abstoßende und barbarische Tat nicht zum ersten Mal Leid zugefügt wird, gilt unsere Anteilnahme und uneingeschränkte Solidarität. Der „IS“ hat seit Anbeginn seiner Schreckensherrschaft das erklärte Ziel, das Christentum, sei es in Syrien, im Irak oder Ägypten auszulöschen.“

Das fünfminütige Gräuelvideo trägt den Titel „Eine in Blut geschriebene Nachricht an die Nation des Kreuzes“ und verdeutlicht die bereits seit Jahren gängige Praxis gegen Christen im Nahen Osten. Das Christentum in seinen ehemaligen Kernländern Syrien und Irak ist in kurzer Zeit massiv geschrumpft und steht heute vor dem endgültigen Aus. Aramäer und Chaldäer, in deren Gottesdiensten noch das biblische Aramäisch - die Sprache Jesu - Tradition ist, verlassen ihre Heimat gen Westen.

„Der islamischen Welt droht durch die schrittweise Vernichtung des orientalischen Christentums die kulturelle Selbstverstümmelung. Radikale Islamisten erklären Religionsfreiheit und religiöse Vielfalt zu Feindbildern, die es im Namen des Islam auszumerzen gelte. Daher ist es für die muslimische Gemeinschaft unabdingbar, die Differenz zwischen dem Islam und der fanatischen Ideologie deutlich zu machen.“, so der Bundesvorsitzende weiter.