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Bundesverband der Aramäer in Deutschland
PRESSEMITTEILUNG: Türkei konfisziert massenhaft Aramäisches Eigentum Aramäer verlieren Kirchen, Klöster und Grabanlagen an die türkische Religionsbehörde Drucken E-Mail
Montag, 26. Juni 2017

HEIDELBERG/BERLIN, 26.06.2017 – Nach Erlass eines Dekrets konfisziert der türkische Staat jahrtausendealtes Aramäisches Kulturerbe und überträgt mehr als 50 Kirchen und Klöster samt Grabstätten an die türkischen Religionsbehörde (Diyanet).

Dazu erklärt der Vorsitzende des Bundesverbandes der Aramäer in Deutschland, Daniyel Demir:

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PRESSEMITTEILUNG: Fastenmonat Ramadan - Zeit des Schreckens für christliche Minderheiten in Nahost Drucken E-Mail
Mittwoch, 31. Mai 2017

HEIDELBERG, 29.05.2017 - Im Fastenmonat Ramadan sollen Besinnung und Spiritualität, Barmherzigkeit gegenüber Armen, Bedürftigen und Entrechteten im Vordergrund stehen.

Stattdessen verstärken Islamisten den Terror gegenüber Christen und Nichtmuslimen in Ägypten, Syrien und Irak.

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PRESSEMITTEILUNG:4 Jahre ohne Lebenszeichen – Schicksal entführter Erzbischöfe in Syrien weiterhin ungewiss Bundesverband der Aramäer in Deutschland fordert die Bundesregierung um Aufklärung Drucken E-Mail
Montag, 24. April 2017
PRESSEMITTEILUNG:
4 Jahre ohne Lebenszeichen – Schicksal entführter Erzbischöfe in Syrien weiterhin ungewiss
Bundesverband der Aramäer in Deutschland fordert die Bundesregierung um Aufklärung
Heidelberg, 21.04.2017 – Am 22. April 2017 jährt sich die Entführung des syrisch-orthodoxen Erzbischofs von Aleppo Mor Gregorios Yohanna Ibrahim und seines griechisch-orthodoxen Amtsbruders Paul Yazigi bereits zum vierten Mal. Die Bischöfe wurden am 22. April 2013 nahe der Stadt Aleppo von islamistischen Rebellen an einen unbekannten Ort verschleppt. Sämtliche Bemühungen zur Freilassung der Bischöfe blieben bisher erfolglos. Vier Jahre danach fehlt von ihnen immer noch jede Spur, über ihren Verbleib oder ihr Wohlbefinden ist nichts bekannt.
Dazu erklärt der Vorsitzende des Bundesverbandes der Aramäer in Deutschland, Daniyel Demir: „Für die Aramäer weltweit und die christliche Gemeinschaft in Syrien markiert der 22. April 2017 einen schmerzhaften Jahrestag. Mit der Entführung der Erzbischöfe, die stets für Frieden und Dialog in Syrien warben und nun bereits seit 4 Jahren vermisst werden, befindet sich die gesamte Christenheit in Geiselhaft. Ihre Freilassung wäre für die christliche Bevölkerung Syriens, die bereits um die Hälfte geschrumpft ist, ein kraftvolles und ermutigendes Signal, ihre Heimat nicht ebenfalls zu verlassen.“
Beide Würdenträger gelten als Verfechter der friedlichen Koexistenz von Religionsgemeinschaften und Volksgruppen in Syrien und wurden 2014 am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, in Abwesenheit mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Weimar geehrt. Erzbischof Mor Gregorios Yohanna Ibrahim veröffentlichte im Juli 2012 eine Roadmap für den Frieden in Syrien. Damit rief er zu Versöhnung, Vergebung, Dialog und Gegenseitigkeit auf, um einen Weg zu einer Beendigung der Gewalt, der Bewahrung des einmaligen pluralistischen Gefüges der syrischen Gesellschaft und der nationalen Einheit Syriens aufzuzeigen.
„Hochrangige Vertreter des ´Syrischen Nationalrates (SNC)´ haben nach der Entführung in persönlichen Gesprächen eindeutige Angaben über die Identität der Entführer, laufende Verhandlungen, sowie den Verbleib und das Wohlbefinden der Bischöfe getätigt. Die Verantwortung für die Unversehrtheit und das Leben der entführten Erzbischöfe liegt in erster Linie in den Händen der syrischen Opposition, die angibt, die militärische, wie auch zivile Kontrolle über das Gebiet der Entführung zu haben. Wieso enthält der SNC der Öffentlichkeit angeblich verifizierbare Lebenszeichen vor?!“, erklärt der Bundesvorsitzende Daniyel Demir weiter.
Der Bundesverband der Aramäer in Deutschland sieht die deutsche Bundesregierung in der Pflicht, die bestehenden Kontakte zum ´Syrischen Nationalrat (SNC)´ und deren Unterstützern, darunter die Türkei, Katar und Saudi-Arabien, mit Nachdruck für eine unverzügliche Freilassung der entführten Bischöfe einzusetzen. Es besteht eine klare Mitverantwortung zur Aufklärung.
Bei der brutalen Entführung am 22. April 2013 wurden der syrisch-orthodoxe Metropolit Mor Gregorios Yohanna Ibrahim und sein griechisch-orthodoxer Amtskollege Boulos Yazigi nahe der Stadt Aleppo von islamistischen Rebellen verschleppt. Der Vorfall ereignete sich in einer von der oppositionellen Freien Syrischen Armee kontrollierten Region. Dabei wurde der Fahrer und Subdiakon von Bischof Ibrahim, Fatha’Allah Kabboud, ermordet. Weiterhin gibt es keine Hinweise zum Wohlergehen der Bischöfe oder zu möglichen (Lösegeld-) Forderungen der Täter. Sämtliche Bemühungen für eine Freilassung blieben bisher erfolglos.
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Der Bundesverband der Aramäer in Deutschland e.V. ist die zentrale Dachorganisation der aramäischen Gemeinden und Vereine in der BRD und setzt sich für die Rechte und Interessen der Aramäischen Gemeinschaft in Deutschland sowie den Heimatländern ein. Die Aramäer sind ein semitisches Volk, das im Südosten der Türkei sowie in den Ländern des Nahen Ostens beheimatet ist. In Deutschland leben etwa 150.000 Aramäer, in der EU insgesamt bis zu 350.000. Die christlichen Aramäer sind hauptsächlich Angehörige der syrischen Kirchen, darunter syrisch-orthodox, syrisch-katholisch, syrisch-maronitisch, syrisch-chaldäisch, apostolische Kirche des Ostens und Weitere.

Heidelberg, 21.04.2017 – Am 22. April 2017 jährt sich die Entführung des syrisch-orthodoxen Erzbischofs von Aleppo Mor Gregorios Yohanna Ibrahim und seines griechisch-orthodoxen Amtsbruders Paul Yazigi bereits zum vierten Mal.

Die Bischöfe wurden am 22. April 2013 nahe der Stadt Aleppo von islamistischen Rebellen an einen unbekannten Ort verschleppt. Sämtliche Bemühungen zur Freilassung der Bischöfe blieben bisher erfolglos. Vier Jahre danach fehlt von ihnen immer noch jede Spur, über ihren Verbleib oder ihr Wohlbefinden ist nichts bekannt.

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PRESSEMITTEILUNG: IRAK St. Ephrem Kathedrale in Mossul in Trümmern Drucken E-Mail
Dienstag, 07. Februar 2017

Bundesverband der Aramäer bittet die Bundesregierung um Aufbauhilfe

HEIDELBERG/BERLIN, 07.02.17 - Die einst größte Kirche Mossuls, die syrisch-orthodoxe St. Ephrem Kathedrale, liegt in Trümmern. Erst im Jahre 1988 eingeweiht, diente das Kirchengebäude in der zweitgrößten irakischen Stadt als Bischofssitz und Zentrum der aramäischen Gemeinde. Nach der Einnahme Mossuls durch den Islamischen Staat im Juni 2014 galt sie der Terrormiliz als Hauptquartier und Moschee (´Moschee der Mudschaheddin´).

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